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 Betreff des Beitrags: Non-Hodgkin-Lymphome
BeitragVerfasst: Fr 4. Jun 2010, 09:58 
Moderator

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 7456
Unter der Bezeichnung Non-Hodgkin-Lymphome werden eine Vielzahl bösartiger Erkrankungen des lymphatischen Systems zusammengefasst. Non-Hodgkin-Lymphome gehören zu den malignen Lymphomen. Der Begriff „maligne Lymphome“ bedeutet wörtlich übersetzt „bösartige Lymphknotengeschwulst“. Gemeint ist damit eine Gruppe von Krebserkrankungen, die von Zellen des lymphatischen Systems ausgehen und als ein Hauptmerkmal Lymphknotenschwellungen (= Lymphome) hervorrufen. Als Non-Hodgkin-Lymphome werden alle bösartigen Lymphome bezeichnet, die kein Hodgkin-Lymphom sind. Bei ihnen können nicht die für Hodgkin-Lymphome typischen Reed-Sternberg-Riesenzellen (auch Hodgkin-Krebszellen genannt) nachgewiesen werden können. Die Unterscheidung zwischen Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphomen ist nur durch die feingewebliche Untersuchung von befallenem Gewebe möglich.

Da sich im gesamten Körper Lymphgewebe befindet, können Non-Hodgkin-Lymphome überall im Körper entstehen. Die Lymphknoten sind bei Non-Hodgkin-Lymphomen am häufigsten betroffen, aber auch andere Organe wie Lunge, Leber, Knochenmark und Milz können – vor allem in fortgeschrittenen Krankheitsstadien – befallen sein. In seltenen Fällen können Non-Hodgkin-Lymphome auch primär an inneren Organen, meist in der Magenwand oder an der Haut, entstehen, wo sie sich als flächige Rötungen oder als geschwürartige Veränderungen bemerkbar machen.

Maligne Lymphome entstehen durch eine Veränderung im Erbgut von Zellen des lymphatischen Systems, den so genannten Lymphozyten. Non-Hodgkin-Lymphome gehen zu 90 Prozent von B-Lymphozyten und zu 10 Prozent von T-Lymphozyten aus. Es gibt verschiedene Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen. Je nach den feingeweblichen Eigenschaften sowie nach Bösartigkeit (Malignität), Wachstumsgeschwindigkeit und Ausbreitungsart werden die Non-Hodgkin-Lymphome in zwei Hauptgruppen unterteilt: niedrigmaligne und hochmaligne Lymphome. Niedrigmaligne Lymphome wachsen relativ langsam und verursachen weniger Symptome als hochmaligne Lymphome, die aggressiv sind und sich schnell im Körper ausbreiten.

Niedrigmaligne Non-Hodgkin-Lymphome

Zu den niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen zählen unter anderem die chronisch lymphatische Leukämie (CLL), die Haarzellleukämie, das Plasmozytom (auch Multiples Myelom genannt) sowie die Keimzentrumslymphome (zentroblastisch-zentrozytische Lymphome). Auch Lymphome des Magens (MALT-Lymphome) und der Haut (kutane T-Zell-Lymphome) gehören zu den niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen. Die chronisch lymphatische Leukämie wird (trotz ihrer Bezeichnung "Leukämie") auf Grund neuerer molekularbiologischer Erkenntnisse zu den niedrig malignen, leukämisch verlaufenden Lymphomen gezählt.

Hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome

Zu den hochmalignen Lymphomen gehören das großzellige B-Zell-Lymphom, mit einem Drittel aller Fälle eines der häufigsten malignen Lymphome, sowie das in Afrika häufige Burkitt-Lymphom. Einige hochmaligne Lymphome treten bei HIV-positiven Patienten häufiger auf (so genannte AIDS-assoziierte Lymphome)



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Liebe Grüße
Antje


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