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 Betreff des Beitrags: Lungenkrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:03 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Was ist Lungenkrebs?

Bronchialkarzinome sind die häufgsten Tumore in den Industriestaaten.

Von "Lungenkrebs" bzw. vom Bronchialkarzinom spricht man, wenn sich im Bereich der unteren Atemwege ein bösartiger Tumor entwickelt. Zu den unteren Atemwegen gehören der untere Bereich der Luftröhre, die Bronchien und deren Aufzweigungen, die Bronchiolen. Typische Krankheitszeichen sind auf eine Beeinträchtigung der Lungenfunktion bzw. auf eine Irritation des Lungengewebes zurückzuführen. Zu den Alarmzeichen gehören unter anderem Luftnot, Husten und eine häufig wiederkehrende Bronchitis. Eine genaue Darstellung des Aufbaus der unteren Atemwege finden Sie hier.


Lungenkrebs kommt immer häufiger vor.

Im 19. Jahrhundert war Lungenkrebs noch eine echte Seltenheit. Heute sind Lungenkrebserkrankungen die häufigsten Krebserkrankungen in der westlichen Welt und ihre Zahl steigt weiter an. Jährlich erkranken etwa 30 Frauen und 75 Männer pro 100.000 Einwohner. Jedes Jahr werden ungefähr 36.000 Todesfälle aufgrund dieser Erkrankung in Deutschland registriert. Der Anteil an Frauen wächst dabei ständig. Bei der Frau ist Lungenkrebs nach dem Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache, beim Mann die häufigste. Die meisten Betroffenen erkranken in einem Alter zwischen 55 und 65 Jahren.

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 Betreff des Beitrags: Lungenkrebs - Mögliche Ursachen von Lungenkrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:04 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Mögliche Ursachen von Lungenkrebs

Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor.

Wichtigster Auslöser einer Lungekrebserkrankung ist das Rauchen. Nur 5 bis 10 Prozent der Betroffenen sind Nichtraucher. Dabei ist das Erkrankungsrisiko von der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten, der Anzahl der "Raucherjahre" und den Rauchgewohnheiten (tiefes Inhalieren oder "paffen") abhängig. Ob auch Passivrauchen zu Lungenkrebs führen kann, ist noch nicht endgültig geklärt, allerdings deuten viele Hinweise auf einen Zusammenhang. Vom Passivrauchen sind im Übrigen auch Haustiere, insbesondere Katzen, betroffen, wenn sie die auf das Fell gelangten schädigenden Rauchpartikel bei der Körperpflege ablecken und verschlucken.


Durch die dauerhafte Schädigung werden körpereigene Reparatursysteme überlastet.

Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs ist darin zu sehen, dass im Rauch viele krebserregende Partikel enthalten sind. Mit dem Luftstrom gelangen diese Substanzen tief in die Lunge, wo sie das zarte Lungengewebe schädigen. Geringe Zellschäden kann der Körper durch eigene Reparatursysteme in der Regel beheben. Wenn sich die Schäden jedoch beim starken Rauchen häufen, ist dieses Reparatursystem überlastet, und es kommt in der Summe zum Krebswachstum. Außerdem beeinträchtigen die Teerstoffe die Reinigungsfunktion der Lunge: Die Atemwege sind mit winzig kleinen Härchen besetzt ("Flimmerhärchen"), welche durch ständige Bewegung in Richtung Luftröhre dafür sorgen, dass kleine Staubpartikel aus der Lunge heraustransportiert werden. Durch den Teer verkümmern diese Härchen, und die Filterwirkung entfällt. Als Folge davon sammeln sich Staub und Schleim in der Lunge an, die mühsam abgehustet werden müssen ("Raucherhusten").


In bestimmten Berufsbereichen treten erhöhte Risiken auf.

Obwohl heute etwa 85 Prozent der Lungenkrebsfälle auf das Rauchen zurückgeführt werden, gibt es auch einige andere, vorwiegend industrielle Stoffe, die die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen.Risikoreich sind z. B. Arsenverbindungen, Asbest, Benzol, Beryllium, Chrom, Kadmium, Nickel, Radon, Röntgenstrahlen, Ruß und Teer, Vinylchlorid. Wer beruflich mit diesen Stoffen in Verbindung kommt, z. B. im Bergbau mit radioaktivem Staub (Radonstaub), hat ein erhöhtes Risiko. Dasselbe gilt für Asbest und Asbeststäube. Das Risiko steigt um ein Vielfaches, wenn eine Kombination der Risikofaktoren "Rauchen" und "Umgang mit Asbest" vorliegt.

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 Betreff des Beitrags: Lungenkrebs - Diagnostik bei Lungenkrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:06 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Diagnostik bei Lungenkrebs

Röntgenbilder zeigen den Tumor.

Wichtige Maßnahme zur Diagnostik von Lungentumoren sind Röntgenaufnahmen der Lunge aus 2 verschiedenen Richtungen: von vorne und von der Seite. Auf diese Weise kann die Lunge aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden, sodass Überlagerungen durch das Übereinanderprojizieren verschiedener Organe bzw. Strukturen weniger ins Gewicht fallen. Um einzelne Bereiche der Lunge detaillierter darzustellen, eignet sich das Durchleuchtungsverfahren. Dabei werden ebenfalls Röntgenbilder angefertigt, dabei die Röntgenröhre aber dynamisch so ausgerichtet, dass sich weitere Ansichten als nur die "Standardperspektiven" ergeben.


Bei der Bronchoskopie werden Gewebeproben entnommen.

Ergänzend wird bei Verdacht auf einen Lungentumor das abgehustete Sekret (Sputum) im Labor untersucht und festgestellt, ob dort Krebszellen enthalten sind. Diese Untersuchung wir an mehreren Tagen wiederholt. Gesichert wird die Diagnose in der Regel durch eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie). Die Untersuchung wird häufig im Krankenhaus gemacht. Sie kann in einer Kurznarkose oder bei örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Dann wird ein Endoskop (dünner Schlauch) in die Luftröhre eingeführt und in die ersten, größeren Aufzweigungen der Bronchien vorgeschoben. Auf diese Weise können verdächtige Regionen direkt betrachtet und außerdem mit Hilfe einer kleinen Zange Gewebeproben für die feingewebliche Untersuchung entnommen werden. Die mittels feingeweblicher Untersuchung gewonnenen Informationen sind für die genaue Therapieplanung von großer Bedeutung. Eine Bronchoskopie kann jedoch nur im "zentralen" Bereich der Lunge vorgenommen werden, wo die Bronchien einen ausreichend großen Durchmesser für das Einführen der Instrumente aufweisen. Die feineren Verästelungen der Bronchien können so nicht untersucht werden.


Im CT wird die Ausdehnung des Tumor beurteilt.

Wenn die Diagnose eines Lungentumors feststeht, sind zur genauen Therapieplanung meisten weitere Informationen erforderlich. Dazu müssen in der Regel ergänzende Untersuchungen durchgeführt werden. So lässt sich beispielsweise mit Hilfe der Computertomographie die exakte Ausdehnung des Tumors feststellen, einschließlich des Einwachsens in einzelne Bronchien oder Nachbarorgane. Während einer Computertomographie kann man außerdem mit einer feinen Nadel durch die Brustwand gezielt eine Gewebeprobe für die feingewebliche Untersuchung entnehmen. Das wird besonders bei solchen Tumoren gemacht, die in den Randbereichen der Lunge (nahe der Wand des Brustkorbes) liegen. Diese Stellen sind mit einer normalen Bronchoskopie nicht zu erreichen.


Mediastinoskopie:

Um festzustellen, ob Lymphknoten innerhalb des Brustkorbes von "Tochtertumoren" (Metastasen) befallen sind, wird eine so genannte Mediastinoskopie durchgeführt. Dabei wird während einer Kurznarkose eine Optik durch einen kleinen Hautschnitt oberhalb des Brustbeines in den Brustkorb vorgeschoben. Auf diese Weise lässt sich der Raum in der Mitte des Brustkorbes zwischen den beiden Lungenflügeln mit den darin liegenden Lymphknoten gut betrachten.

Thorakoskopie:

Soll der Raum zwischen Lunge und Brustwand zu beurteilt werden, kann eine Thorakoskopie durchgeführt werden. Dabei wird durch einen Hautschnitt im Bereich des seitlichen Brustkorbes eine Optik eingeführt, um insbesondere Lungen- und Rippenfell zu betrachten. Mediastinoskopie und Thorakoskopie dienen der genaueren Beurteilung des Krankheitsausmaßes und damit der individuellen Therapieplanung.


Bei Metastasen sind weitere Untersuchen notwendig.

Eine Ultraschalluntersuchung und eine Computertomographie der Bauchorgane, eine Computertomographie des Gehirns sowie eine Szintigraphie des Skeletts (vgl "Allgemeine Diagnostik") werden bei entsprechendem Verdacht auf Metastasen in Leber, Gehirn oder Knochen durchgeführt.

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 Betreff des Beitrags: Lungenkrebs - Stadieneinteilung bei Lungenkrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:07 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Stadieneinteilung bei Lungenkrebs

Das TNM-System ist entscheidend bei der Wahl der individuellen Therapie

Nach dem TNM-System (vgl "Stadieneinteilung von Krebserkrankungen") werden Krebserkrankungen nach der Größe des Tumors (T), dem Auftreten von "Tochtertumoren" (Metastasen) in Lymphknoten (N: lateinisch "nodus" = Knoten) und dem Auftreten von Metastasen in anderen Organen (M) eingeteilt. Daraus leiten sich individuelle Therapieentscheidungen für den einzelnen Patienten ab. Bei Lungenkrebs besteht folgende TNM-Einteilung:


T = Größe des Tumor
T-Stadium

* Tx: Keine Tumorbeurteilung möglich.
* T0: Kein Hinweis auf einen Tumor.
* Tis: Nichtinvasiver (nicht in das umgebende Gewebe einwachsender) Tumor.
* T1: Tumor im größten Durchmesser höchstens 3 cm groß, kein Befall eines Hauptbronchus.
* T2: Tumor in größter Ausdehnung größer als 3 cm oder Tumorwachstum in einen Hauptbronchus hinein - Entfernung zur Teilungsstelle der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien mindestens 2 cm -
oder Befall des Lungenfells
oder durch das Tumorwachstum bedingtes Einschließen von Luft (Atelektase).
* T3: Tumor jeder Größe mit Einwachsen in Brustwand, Zwerchfell, Lungenfell, Rippenfell oder einen Hauptbronchus - Entfernung zur Teilungsstelle der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien weniger als 2 cm -
oder durch das Tumorwachstum bedingtes Einschließen von Luft (Atelektase).
* T4: Tumor jeder Größe mit Hineinwachsen in Mittelfellraum, Herz, Aorta (große Körperschlagader), große Hohlvene, Luftröhre, Speiseröhre, Wirbelkörper oder Teilungsstelle der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien. "Tochtertumor" (Metastase) in der gleichen Lungenhälfte oder tumorbedingter Erguss im Spalt zwischen Lunge und Brustwand.


N = Befall der Lymphknoten
N-Stadium

* Nx: Lymphknoten können nicht beurteilt werden.
* N0: Lymphknoten sind nicht betroffen.
* N1: Metastasen in benachbarten Lymphknoten.
* N2: Metastasen in Lymphknoten der gegenüberliegenden Lungenseite oder in entfernteren Lymphknoten (z. B. Region der Schlüsselbeine).


M = Metastasen
M-Stadium

* Mx: Vorliegen von Metastasen in anderen Organen nicht beurteilbar.
* M0: Keine Organmetastasen nachweisbar.
* M1: Metastasen in anderen Organen vorhanden.


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 Betreff des Beitrags: Lungenkrebs - Krankheitsbild und Verlauf bei Lungenkrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:08 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Krankheitsbild und Verlauf bei Lungenkrebs

Lungenkrebs wird oft erst spät entdeckt.

Lungekrebserkrankungen verursachen zu Beginn häufig keinerlei Beschwerden bzw. nur unspezifische Krankheitszeichen, wie Reizhusten oder gehäuftes Auftreten einer Bronchitis. Erst nach einigen Monaten treten in der Regel typische Symptome auf. Deshalb wird ein Tumor oft erst entdeckt, wenn er bereits nicht mehr zu operieren ist.


Husten von Blut ist ein Alarmzeichen.

Viele Betroffene bemerken das Abhusten von Blut. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Tumor im Laufe des Wachstums Anschluss an die Bronchien bekommt. In dieser Situation können kleine Blutungen aus dem Tumor selbst oder aus der betroffenen Bronchuswand durch das Abhusten des Blutes auffallen.


Schmerzen im Brustkorb und Lungenentzündung können auftreten.

Wenn der Tumor während der Größenzunahme einen größeren Bronchus komplett verschließt, können die dahinter liegenden Lungenabschnitte von der Luftversorgung abgeschnitten werden. Entsprechend lässt sich aber auch angesammelter Schleim nicht mehr durch Abhusten entleeren. Dieser sich ansammelnde Schleim kann zu einer Lungenentzündung führen und entsprechende Symptome, wie Luftnot und Fieber, verursachen. Wenn der Tumor in Nerven hineinwächst, kommt es häufig zu Schmerzen im Brustkorb.


Gewichtsabnahme und allgemeine Schwäche treten häufig in fortgeschrittenem Stadium auf.

Oft werden bei Lungenkrebs auch so genannte Allgemeinsymptome (vgl "Allgemeine Symptome") bemerkt, wie z. B. nachlassende Leistungsfähigkeit, Schwäche oder Gewichtsabnahme. Gerade diese allgemeinen Krankheitszeichen sind für viele Betroffene eine große Belastung, wenn z. B. aufgrund von Schwäche und abnehmender Leistungsfähigkeit die Anforderungen des Alltags nicht mehr so mühelos zu bewältigen sind wie vor der Erkrankung. Oft ist damit auch die Möglichkeit der Teilnahme an sozialen Aktivitäten eingeschränkt. Aus dieser Situation können sich unter Umständen Minderwertigkeitsgefühle ergeben oder Sorgen darüber, für die Mitmenschen eine Belastung darzustellen. Offene Gespräche mit Familie und Freunden, aber auch mit dem behandelnden Arzt oder einem Psychologen oder Psychoonkologen helfen, mit der Erkrankung besser umzugehen. Zudem kann eine therapiebegleitende krankengymnastische Behandlung einen Beitrag dazu leisten, körperliche Schwächen auszugleichen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.


Metastasen können, je nach Lokalisation, unterschiedliche Symptome hervorrufen.

Bei weiter fortgeschrittener Erkrankung treten häufig Symptome auf, die auf die Bildung von "Tochtertumoren" (Metastasen) in anderen Organen zurückzuführen sind. So kann es bei Beteiligung des Gehirns zu Kopfschmerzen, Sehstörungen, Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen kommen. Wenn sich Metastasen im Skelett befinden, treten in der Regel Knochenschmerzen auf. Im Bereich des Skeletts ist häufig die Wirbelsäule betroffen, sodass es zu Rückenschmerzen kommt. Wenn zudem durch das Wachstum von Wirbelsäulenmetastasen das in der Wirbelsäule liegende Rückenmark oder die aus diesem Bereich entspringenden Rückenmarknerven in ihrer Funktion beeinträchtigt sind, können weitere Krankheitszeichen in Form von Arm- oder Beinschmerzen, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen oder Blasen- und Enddarmentleerungsstörungen auftreten.

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 Betreff des Beitrags: Lungenkrebs - Therapie bei Lungenkrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:10 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Therapie bei Lungenkrebs

Die Therapie ist ja nach Art des Tumors unterschiedlich.

Die Art der Therapie bei Lungenkrebs hängt vom Alter, von der körperlichen Verfassung des Betroffenen und - ganz wesentlich - vom Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung einer Gewebeprobe ab (vgl. "Diagnostik"). Es wird nach dem mikroskopischen Bild unter anderem eine Einteilung in kleinzellige und großzellige (nichtkleinzelligen Tumoren vorgenommen.


Kleinzellige Tumoren werden fast immer mit Chemotherapie behandelt

Bei kleinzelligen Tumoren wird die Therapie in der Regel in Form einer Chemotherapie (vgl. "Therapiemöglichkeiten bei Krebs") begonnen. Dabei werden die Medikamente, die das Tumorwachstum hemmen, alle 3 bis 4 Wochen verabreicht, insgesamt 4 bis 6 mal. Mit der Chemotherapie lässt sich bei kleinzelligen Tumoren zu 60 bis 80 Prozent ein Remission (vorübergehender Rückgang der Symptome, des Tumorwachstums etc.) erreichen, zu 25 bis 50 Prozent eine komplette Remission. Auch bei vollständiger Remission entstehen bei jedem dritten Betroffen Metastasen in anderen Organen.

Ergänzend zur Chemotherapie kann eine Strahlentherapie zur Anwendung kommen. Diese nimmt in der Regel mehrere Wochen in Anspruch, kann aber nach Beginn im Krankenhaus normalerweise ambulant weitergeführt werden.


Es bilden sich häufig Metastasen.

Eine chirurgische Entfernung kleinzelliger Tumoren ist nur in bestimmten frühen Tumorstadien sinnvoll, und zwar in den Stadien T1N0M0, T2N0M0, T1N1M0 und T2N1M0 (vgl "Stadieneinteilung bei Lungenkrebs").

Die Überlebenszeit ohne Therapie liegt bei kleinzelligen Tumoren bei 1,5 bis 3 Monaten. Kleinzellige Tumore streuen Metastasen im ganzen Körper. Deshalb können sie häufig nicht operiert werden. Die Überlebenschancen nach 5 Jahren und bei entsprechender Therapie liegt bei etwa 8 Prozent.


Großzellige Tumore werden meistens sofort operiert.

Bei den so genannten nichtkleinzelligen Tumoren kommt als erster Therapieschritt meist eine operative Tumorentfernung infrage. Dabei wird der Tumor mit einem umgebenden Saum gesunden Lungengewebes entfernt. Es lassen sich Überlebensraten nach 5 Jahren von etwa 25 bis 60 Prozent erreichen. Eine Strahlentherapie wird nur dann durchgeführt, wenn ein Betroffener die Operation ablehnt oder diese technisch nicht möglich ist. Allerdings ist dann nach 5 Jahren eine geringere Überlebensrate von 5 bis 10 Prozent zu erwarten.

Eine Chemotherapie kommt bei den nichtkleinzelligen Tumoren nur bei fortgeschrittener Erkrankung zum Einsatz. Dabei lassen sich mit der alleinigen Chemotherapie nur geringe Überlebensraten erreichen. Die Therapiedauer für Chemo- und Strahlentherapie hängt sehr stark vom Ausmaß der Erkrankung und dem Allgemeinbefinden bzw. dem allgemeinen Gesundheitszustand des Betroffenen und damit seiner Belastbarkeit ab.


Regelmäßige Nachsorge ist notwendig.

Nach abgeschlossener Therapie sollten die Betroffenen regelmäßige Nachsorgetermine wahrnehmen. Diese sind alle 2 bis 3 Monate zu empfehlen. Die Abstände können nach 2 bis 3 Jahren vergrößert werden. Auf diese Weise soll ein eventuell auftretendes Rezidiv (Wiederauftreten der Erkrankung) frühzeitig erkannt und behandelt werden. Im Rahmen der Nachsorge wird normalerweise eine körperliche Untersuchung durchgeführt und eine Röntgenaufnahme der Lunge angefertigt. Bei konkretem Verdacht auf "Tochtertumoren" (Metastasen) in anderen Organen als der Lunge sind zielgerichtet weitere Untersuchungen notwendig, z.B.

* Ultraschalluntersuchung und Computertomographie des Bauchraums zur Untersuchung der Leber,
* Computertomographie des Kopfes zur Beurteilung des Gehirns,
* Szintigraphie des Skeletts, um das Vorliegen von Metastasen in Knochen festzustellen bzw. auszuschließen.


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