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 Betreff des Beitrags: Prostatakrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:32 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Prostatakrebs

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung beim Mann. Bei den organbezogenen Todesursachen steht er an zweiter Stelle. Das müsste nicht sein. Denn wichtig zu wissen ist, dass Prostatakrebs, wenn er frühzeitig erkannt wird, sehr gute Heilungs- und Überlebenschancen hat. Bei einer optimalen Behandlung geht man heute davon aus, dass Betroffene eine normale Lebenserwartung haben. Deshalb ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung besonders wichtig.

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 Betreff des Beitrags: Prostatakrebs-Was ist Prostatakrebs?
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:33 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Was ist Prostatakrebs?

MedizInfo®Urologie mit ausführlichen Infos zur Prostata.

Prostatakrebs ist eine Tumorerkrankung der Prostata (Vorsteherdrüse). Die Prostata umgibt beim Mann die Harnröhre. Sie ist etwa kastaniengroß. Beim Samenerguss gibt sie eine Flüssigkeit ab, in der die aus den Hoden stammenden Spermien schwimmen können. So sind die Spermien beweglicher. Eine ausführliche Beschreibung der Prostata finden Sie hier.


Bei Verdacht sofort zum Arzt.

Die Prostata kann in einen äußeren Teil (wie eine Hülle) und einen inneren Teil (eine Art Kern) unterteilt werden. Prostatakrebs entsteht meisten in dem äußeren Bereich. Dadurch entwickeln sich die typischen Krankheitszeichen erst spät. Durch das Krebswachstum engt der Tumor die Harnröhre ein. Das verursacht Störungen beim Wasserlassen und evt. einen Harnstau. Diese Symptome treten aber auch bei anderen Erkrankungen auf. Deshalb sollte die Ursache solcher Beschwerden möglichst früh herausgefunden werden.


Prostatakrebs ist oft vollständig heilbar.

Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und macht insgesamt 9 bis 11 Prozent aller Krebserkrankungen überhaupt aus. Dabei ist die Erkrankungshäufigkeit stark altersabhängig: Ab einem Alter von 65 Jahren steigt das Risiko allmählich an, mehr als die Hälfte der Betroffenen ist älter als 70 Jahre. In Deutschland sind jährlich etwa 29.000 Männer betroffen. Prostatakarzinome wachsen langsam und sind meistens gut differenziert. Das ist für die erfolgreiche Behandlung mitentscheidend. In einem frühen Stadium ist Prostatakrebs meistens vollständig heilbar.

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 Betreff des Beitrags: Prostatakrebs: Mögliche Ursachen
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:34 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Prostatakrebs: Mögliche Ursachen

Das Alter ist ein sicherer Risikofaktor.

Ein konkreter Auslöser für die Entstehung einer Prostatakrebserkrankung ist nicht bekannt. Als ein entscheidender und wissenschaftlich unstrittiger Faktor bei der Entstehung steht das Alter fest. Ab einem Alter von 65 Jahren steigt das Risiko allmählich an, mehr als die Hälfte der Betroffenen ist älter als 70 Jahre. Prostatakarzinome wachsen langsam und sind meistens gut differenziert. Das ist für die erfolgreiche Behandlung mitentscheidend.


Statistische Häufigkeiten können bisher nicht erklärt werden.

Bei statistischen Erhebungen wurden einige Besonderheiten festgestellt, die bisher aber nicht erklärt werden können:

* Prostatakrebs tritt sehr häufig in der Schwedischen Bevölkerung auf, jedoch nur sehr selten in Taiwan und Japan.
* Bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe tritt sie etwa 4-mal so häufig auf wie bei Menschen mit heller Haut.

Auch der Familienstand spielt eine Rolle: Prostatakrebs tritt am häufigsten bei Geschiedenen auf, seltener (in absteigender Häufigkeit) bei Verwitweten, Verheirateten und Ledigen. Welche Gründe hinter diesen Erkrankungshäufigkeiten stehen, ist nicht bekannt. Die Beziehung zur Sexualität spielt keine Rolle.


Mehrere Faktoren können eine Rolle spielen.

Das Auftreten des Prostatakarzinoms scheint hormonellen Einflüssen zu unterliegen. Dabei spielt insbesondere die Höhe des Testosteronspiegels eine Rolle.

Es ist möglich, dass der berufliche Umgang mit Gummi und Kadmium das Risiko erhöht.

Fettreiche Ernährung lässt das Prostatakrebsrisiko steigen.


Es gibt einen erblichen Faktor.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben auch einen genetischen Faktor nachgewiesen. Das bedeutet, hatte der Vater oder sogar mehrere männliche Vorfahren Prostatakrebs, so ist das Risiko für den Sohn schon in früheren Lebensjahren an Prostatakrebs zu erkranken, erhöht. Das Risiko erhöht sich ebenfalls, wenn in der Familie bei den Frauen häufiger Brustkrebserkrankungen vorgekommen sind.


Eine gutartige Vergrößerung der Prostata erhöht das Risiko nicht.

Bei vielen Männern wächst die Prostata im Laufe der Jahre, ohne dass eine Prostatakrebserkrankung der Grund dafür ist. Das Wachstum wird als gutartig eingestuft, man spricht von einem benignen Prostatahyperplasiesyndrom BPH (gutartige Prostatavergrößerung). Das Vorliegen einer solchen gutartigen Vergrößerung erhöht das Krebsrisiko nicht. Eine umfassende Darstellung der gutartigen Prostatavergrößerung finden Sie bei MedizInfo®Urologie.

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 Betreff des Beitrags: Prostatakrebs-Diagnostik bei Prostatakrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:36 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Diagnostik bei Prostatakrebs

Früherkennung ab 45 Jahren erhöht die Heilungschancen.

Weitere Infos bei MedizInfo®Urologie.

Beim Prostatakrebs ist die Früherkennung eine wichtige Maßnahme, eine Krebserkrankung so früh wie möglich zu diagnostizieren. Dadurch verbessern sich die Heilungschancen ganz erheblich. Jeder Mann sollte ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig eine Früherkennungsuntersuchung bei einem Urologen durchführen lassen. Bei der Untersuchung wird die Prostata abgetastet und der PSA-Wert im Blut (PSA: prostataspezifisches Antigen) bestimmt. Für die Abtastung führt der Arzt den Finger in den Enddarm ein, vor dem die Prostata liegt. Durch die Darmwand kann die Prostata nun abgetastet werden. Es wird auf die Größe des Organs sowie eventuelle Verhärtungen oder Knoten geachtet. Die Messung des PSA-Wertes ist zwar eine wichtige Untersuchung, aber erhöhte Werte beweisen nicht das Vorliegen von Prostatakrebs. Dann aber ist eine gründlichere Diagnostik erforderlich. Vielmehr dient die PSA-Bestimmung einer groben Orientierung bzw. der Therapiekontrolle während der Behandlung einer Prostatakrebserkrankung.


Ultraschall kann den Verdacht erhärten.

Besteht aufgrund des Tastbefundes oder des PSA-Wertes der Verdacht auf eine Krebserkrankung, kann als weiterführende Maßnahme eine Ultraschalluntersuchung der Prostata durchgeführt werden. Diese erfolgt ebenfalls durch den Enddarm. Dabei wird in den Darm eine schmale Ultraschallsonde eingeführt, mit deren Hilfe die vor der Darmwand liegende Prostata gut zu untersuchen ist.


Eine Gewebeprobe zeigt, ob der Tumor gutartig oder bösartig ist.

Findet sich durch Abtastung oder Ultraschalluntersuchung ein verdächtiger Knoten in der Prostata, muss aus diesem eine kleine Gewebeprobe entnommen werden, um feststellen zu können, ob es sich um einen bösartigen oder gutartigen Tumor handelt. Die Entnahme dieser Gewebeprobe ist unter örtlicher Betäubung möglich. Dazu wird eine kleine Nadel mit einem angeschlossenen Schlauch oder ein kleines Messerchen auf den Zeigefinger des Arztes aufgesetzt. Mit dem Finger wird nun durch den Enddarm der Knoten in der Prostata getastet und durch die Darmwand die kleine Nadel oder das Messerchen bis in den Knoten geführt. Mit Hilfe des an die Nadel angeschlossenen Schlauches kann nun eine kleine Gewebemenge angesaugt werden. Wird das Messerchen verwendet, schneidet dieses direkt eine kleine Gewebeprobe aus dem Knoten heraus. Die gewonnene Gewebeprobe wird nun feingeweblich untersucht. Dabei kann festgestellt werden, ob es sich um einen gutartigen oder um einen bösartigen Tumor handelt und ob im Falle eines bösartigen Tumors dieser zu einem schnellen Wachstum oder zur erhöhten Bildung von "Tochtertumoren" (Metastasen) neigt.


Bei fortgeschrittenem Krebs müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Besteht der Verdacht auf eine fortgeschrittene Prostatakrebserkrankung, muss untersucht werden, ob sich in Lymphknoten oder in anderen Organen bereits Metastasen gebildet haben. Dafür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

* Ultraschalluntersuchung der Leber
* Computer- oder Kernspintomographie der Lymphknoten im Becken
* Szintigraphie zur Untersuchung des Skeletts
* Röntgenuntersuchung der Lunge
* Computer- und Kernspintomographie zur Beurteilung der knöchernen Wirbelsäule


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 Betreff des Beitrags: Prostatakrebs-Stadieneinteilung, Grading bei Prostatakrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:37 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Stadieneinteilung, Grading bei Prostatakrebs

Das TNM-System ist entscheidend bei der Wahl der individuellen Therapie.

Nach dem TNM-System (vgl. Stadieneinteilung von Krebserkrankungen) werden Krebserkrankungen nach der Größe des Tumors (T), dem Auftreten von "Tochtertumoren" (Metastasen) in Lymphknoten (N; lateinisch "nodus" = Knoten) und dem Auftreten von Metastasen in anderen Organen (M) eingeteilt. Daraus leiten sich jeweils Konsequenzen für die individuelle Therapie ab. Für den Prostatakrebs ergibt sich folgende TNM-Einteilung:


T = Größe des Tumor
T-Stadium

* Tx: keine Tumorbeurteilung möglich
* T0: kein Hinweis auf einen Tumor
* T1: Tumor nicht sicht- oder tastbar
* T2: Tumor auf die Prostata begrenzt
* T3: Tumor wächst über die Organgrenzen der Prostata hinaus
* T4: der Tumor dehnt sich auf benachbarte Gewebe aus (z.B. Harnblase, Enddarm, Beckenbodenmuskulatur oder Beckenwand)


N = Befall der Lymphknoten
N-Stadium

* Nx: Lymphknoten können nicht beurteilt werden
* N0: Lymphknoten sind nicht betroffen
* N1: Metastasen in den Lymphknoten der Beckens


M = Metastasen
M-Stadium

* Mx: Vorhandensein von Organmetastasen nicht beurteilbar
* M0: keine Organmetastasen nachweisbar
* M1: Metastasen in anderen Organen vorhanden (z.B. Knochen)


Grading:

Weiterhin wird das biologische Verhalten des Tumorgewebes im Rahmen der feingeweblichen Untersuchung näher untersucht ("Grading"). Dies lässt z.B. Rückschlüsse über die Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors oder eine Tendenz zur Metastasierung zu. Es werden die Grading-Stufen G1, G2 und G3 - 4 unterschieden.

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 Betreff des Beitrags: Prostatakrebs-Krankheitsbild und Verlauf bei Prostatakrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:38 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Krankheitsbild und Verlauf bei Prostatakrebs

Symptome treten oft erst spät auf, wenn der Tumor bereits eine gewisse Größe hat.

In frühen Krankheitsstadien wird eine Prostatakrebserkrankung häufig nicht bemerkt. Aus diesem Grunde ist die Früherkennungsuntersuchung auch so wichtig. Der Grund für das späte Auftreten von Beschwerden ist, dass sich der Krebs im äußeren Bereich der Prostata ("Hülle") entwickelt, der von der Harnröhre am weitesten entfernt liegt. Erst wenn von dem Gewebewachstum auch der innere Bereich der Prostata ("Kern") betroffen ist, wird die Harnröhre eingeengt, und es kommt zu typischen Beschwerden:

* übermäßiger Harndrang
* unvollständige Blasenentleerung
* häufiges Wasserlassen
* schwacher Harnstrahl
* Harnverhalt
* Harnstau


Beschwerden immer durch einen Arzt abklären lassen.

Diese Beschwerden können jedoch auch bei der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) auftreten, an der viele Männer in höherem Lebensalter leiden. Daher ist bei Auftreten der beschriebenen Beschwerden eine gründliche ärztliche Untersuchung notwendig, um festzustellen, worauf die Symptome zurückzuführen sind.


Auch allgemeine Symptome können auf eine Krebserkrankung hinweisen.

Bei einer weiter fortgeschrittenen Erkrankung treten zusätzlich noch Beschwerden auf, die nicht auf die Prostata, beschränkt sind, sondern allgemeine Symptome einer Krebserkrankung darstellen. Dazu gehören unter anderem allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit, anhaltende Müdigkeit, Leistungsabfall oder Gewichtsverlust. Allerdings können diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen und auch bei Gesunden auftreten und sind allein noch kein Grund zur Besorgnis.


Metastasen können, je nachdem, wo sie sich absiedeln, ein breites Spektrum von Beschwerden verursachen.

Im Verlauf der Erkrankung können außerdem Krankheitszeichen hinzukommen, die auf das Wachstum des Tumors sowie auf die Bildung von "Tochtertumoren" (Metastasen) in Lymphknoten oder in anderen Organen zurückzuführen sind. So sind Blut im Urin und Schmerzen im Bereich der Prostata auf die Größenzunahme des Tumors in der Prostata zurückzuführen. Unter Umständen wächst der Tumor in umgebendes Gewebe bzw. umgebende Organe hinein. Beim Prostatakarzinom siedeln sich Metastasen hauptsächlich im Bereich des Skeletts ab, z.B. in der Wirbelsäule oder in den Beckenknochen. Entsprechend können auch Symptome auftreten, die auf die Beteiligung dieser Knochen zurückzuführen sind. So werden beispielsweise Knochenschmerzen bemerkt oder ein durch das Wachstum von Metastasen geschwächter Knochen bricht bereits aufgrund einer geringfügigen Überlastung bzw. Verletzung. Wenn die Wirbelsäule betroffen ist, können Metastasen zudem auf das in der Wirbelsäule liegende Rückenmark oder auf die aus dem Rückenmark entspringenden Nervenwurzeln drücken. Auf diese Weise entstehen unter Umständen weitere Krankheitszeichen, z.B. Schmerzen im Rücken (eventuell mit Ausstrahlung in Arme oder Beine), Lähmungen, Sensibilitätsstörungen, Gleichgewichts- und Gangstörungen sowie Kontrollverlust über Blase und Enddarm mit ungewolltem Abgang von Harn oder Stuhl.


Die psychische Belastung ist oft erheblich.

Neben den körperlichen Beschwerden fühlen sich viele Patienten durch nachlassende Leistungsfähigkeit, Müdigkeit usw. in ihren alltäglichen, beruflichen und Freizeitaktivitäten eingeschränkt. Gelegentlich stellen sich Gefühle der Minderwertigkeit oder der Abhängigkeit von Anderen ein (und damit auch das Gefühl, diesen zur Last zu fallen). Hier können eine krankengymnastische Behandlung zur körperlichen Kräftigung bzw. offene Gespräche mit Familie und Freunden hilfreich sein. Auch ärztliche und psychologische Unterstützung können in Anspruch genommen werden, um mit der seelischen Belastung besser umgehen zu können.


Weitere Infos bei MedizInfo®Urologie.

Infolge der operativen Therapie kann es gelegentlich zu Erektionsstörungen kommen, was das Selbstbewusstsein sowie unter Umständen die Partnerschaft zusätzlich belastet. Oft ist es dem behandelnden Urologen aber möglich, therapeutisch Abhilfe zu schaffen (vgl. "Erektile Dysfunktion").

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 Betreff des Beitrags: Prostatakrebs-Therapie bei Prostatakrebs
BeitragVerfasst: So 13. Mär 2011, 02:40 
Kaiser

Registriert: 02.06.2010
Beiträge: 4358
Therapie bei Prostatakrebs

Je nach Alter des Betroffenen, Stadium und Grading des Tumors kommen verschiedene Therapieoptionen zur Anwendung.

Bei Prostatakrebs hängt das therapeutische Vorgehen maßgeblich von dem Stadium und dem Grading des Tumors ab, sowie vom Alter des Patienten:

* In den Stadien T1/T2N0M0 und den Grading-Stufen 1 und 2 ist im höheren Lebensalter keine Therapie erforderlich. Regelmäßige Kontrollen sind ausreichend. Bei Vorliegen der Grading-Stufen 3 oder 4 stehen 2 Möglichkeiten zur Verfügung: die Entfernung der Prostata einschließlich der Beckenlymphknoten oder eine Bestrahlung.
* Im Stadium T2N0M0 kommt eine Operation (Entfernung von Prostata und Lymphknoten im Becken) oder eine Bestrahlung infrage.
* In den Stadien T3/T4N0M0 wird eine Bestrahlung durchgeführt und wenn möglich eine operative Entfernung der Prostata und der Beckenlymphknoten. Wenn die vollständige Entfernung des Tumors nicht möglich ist, kann ergänzend eine Hormontherapie zum Einsatz kommen.
* In den Stadien T1 - T4 mit jeweils Befall von Lymphknoten und anderen Organen wird die Therapie mit einer Hormonbehandlung begonnen. Wenn diese nicht erfolgreich ist, kommen ergänzend eine Chemotherapie, eine Bestrahlung und/oder ein kleinerer operativer Eingriff (Entfernung von Prostatagewebe durch die Harnröhre, um die Tumormasse zu verkleinern und den Harnabfluss durch die Harnröhre zu gewährleisten) infrage.


Die Strahlentherapie kann interstitiell oder perkutan angewandt werden.

Für eine Strahlentherapie stehen 2 Möglichkeiten zur Verfügung, die "interstitielle" und die "perkutane" Anwendung. Bei der "interstitiellen" Methode werden kleine radioaktive Körnchen mittels einer Hohlnadel (unter Sicht mit Hilfe eines Ultraschallgeräts) direkt in den Tumor gesetzt ("interstitiell" bedeutet "zwischen den Zellen des Gewebes"). Unter der "perkutanen" Therapie ("perkutan": durch die Haut) wird die üblicherweise durchgeführte Strahlentherapie verstanden, bei der die Strahlung von außerhalb des Körpers auf das erkrankte Organ gerichtet wird. Für die Strahlentherapie sind 7 bis 8 Wochen einzuplanen. In der Regel kann sie, nachdem im Krankenhaus damit begonnen wurde, ambulant weitergeführt werden.


Bei der Hormontherapie wird die Wirkung von Testosteron gedämpft.

Im Rahmen der Hormontherapie werden Präparate verabreicht, welche die Wirkung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron dämpfen. Dies ist sinnvoll, weil ein hoher Testosteronspiegel im Blut das weitere Wachstum des Prostatakrebses fördern würde. Die Hormontherapie kann unbegrenzt durchgeführt werden. Die Therapiedauer richtet sich nach der individuellen Wirksamkeit und eventuell begleitend durchgeführten Behandlungen. Da Testosteron in den Hoden produziert wird, ist statt der Einnahme von Medikamenten auch die operative Entfernung der Hoden möglich. Dies wird jedoch nur selten durchgeführt.


Die Chemotherapie kann dauerhaft angewandt werden.

Bei einer Chemotherapie werden Substanzen verwendet, die das Wachstum des Tumors behindern. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der individuellen Wirksamkeit, die Therapie kann aber prinzipiell dauerhaft durchgeführt werden.


Regelmäßige Nachkontrollen sind sehr wichtig.

Nach abgeschlossener Behandlung sollten Betroffene noch regelmäßige ärztliche Nachsorgetermine wahrnehmen, und zwar in den ersten beiden Jahren alle 3 Monaten, später alle 6 bis 12 Monate. Bei den Nachsorgeterminen wird die Prostata abgetastet, außerdem der PSA-Wert im Blut bestimmt.



Angaben zur Häufigkeit von Rezidiven (Wiederauftreten der Erkrankung) sind für den Prostatakrebs nur spärlich vorhanden. Allerdings wurden Überlebensraten von bis zu 75 Prozent nach 5 Jahren ermittelt.

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